Die Schule von 2003 bis 2009


 

Das Schuljahr 2003/04 ist für die RS Camper Höhe ein Jahr des Übergangs. Einerseits ist es das letzte Jahr vor Auflösung der Orientierungsstufen mit den Klassenstufen 7 bis 10. Die Schulgröße bleibt also zunächst noch mit 18 Klassenverbänden (5 siebte Klassen, 4 achte Klassen, 4 neunte Klassen, 5 zehnte Klassen), insgesamt ca. 440 Schülerinnen und Schülern und ca. 30 Lehrkräften im üblichen Rahmen.

Andererseits zeichnet sich aber der Umbruch schon ab. So tritt mit Schuljahrsbeginn Rolf Hartmann, bisheriger OS-Leiter an der OS Hohenwedel Stade, seinen Dienst als neuer Schulleiter an. Er löst den langjährigen Schulleiter Wolf Dildey ab. Zunächst ist er für ein Jahr für beide Schulen zuständig und pendelt täglich hin und her. Als Konrektorin bleibt Ute Bruns.

Es finden zahlreiche Planungssitzungen für das Schuljahr 2004/05 statt, in denen es um Verteilung von Räumen und Lehrkräften geht.

Im Verwaltungstrakt werden Umbaumaßnahmen geplant und durchgeführt, um für die neue Schüler-, Klassen- und Lehrerzahl gerüstet zu sein.

Die RS Camper Höhe soll die Räumlichkeiten der OS Camper Höhe übernehmen. In den 8 Pavillonklassenräumen soll eine vorübergehende Außenstelle des Athenaeums untergebracht werden.

Die Lehrkräfte der Orientierungsstufen werden auf die anderen Schulformen verteilt

Das Sekretariat wird in einen größeren Raum im Eingangsbereich verlegt, um Platz für zwei Sekretärinnen und mehr Aktenablagemöglichkeiten zu schaffen. Auch das Rektorzimmer wanderte mit auf die andere Seite, um den unmittelbaren Kontakt zum Sekretariat zu behalten.

Das bisherige Rektorzimmer wird zum Zimmer für den künftigen zweiten Konrektor, denn mit wachsender Schülerzahl bekommt die Schule eine zweite Konrektorstelle.

Neu entsteht ein Elternsprechzimmer.

Die teuerste Baumaßnahme ist die Vergrößerung und Renovierung der Toilettenanlage. Dabei werden die Räume neu gefliest und mit neuen Sanitärobjekten ausgerüstet. Am Ende des Schuljahres gelingt es, einen neuen Schulförderverein ins Leben zu rufen.

Mit Auflösung der Orientierungsstufe muss am Ende des Schuljahres im Sekretariat der Kraftakt von über 300 Anmeldungen für die drei Jahrgänge 5, 6 und 7 abgewickelt werden. Mit zwei neuen Klassenstufen, 300 neuen Schülern und 12 neuen Lehrkräften (ein Drittel des Kollegiums) beginnt das neue Schuljahr 2004/2005. Frau Kropp-Czichy, die bisherige Konrektorin der OS Camper Höhe wird neue zweite Konrektorin. Es wird ein Schuljahr des Zusammenwachsens des neuen Kollegiums, des allmählichen Sich-näher-Kennenlernens.

Eine weitere Neuerung ist der neue Grundsatzerlass.

Die wichtigsten Inhalte:
  • Zwei zweistündige Wahlpflichtkurse bereits ab Klasse 6, die versetzungs- und abschlussrelevant sind.

  • Französisch als vierstündiger Wahlpflichtkurs beginnt ebenfalls bereits in Klasse 6

  • Landeseinheitliche schriftliche Abschlussprüfungen in Deutsch, Englisch und Mathematik ab 2007 ergänzt durch eine mündliche Prüfung (ohne Absolvierung der Prüfung kann künftig kein RS-Abschluss erworben werden)

  • Erhöhung des Klassenfrequenzwertes auf bis zu 32 Schülern

  In den 8 Pavillonklassenräumen werden 8. und 9. Klassen des Athenaeums beschult. Das Athenaeum nutzt im Gebäude auch einen Fachraum und einen Hörsaal für naturwissenschaftlichen Unterricht.

Der Schulförderverein wird erstmals aktiv und schenkt der Schule zwei Bankgruppen für den Schulhof, die in den Berufsbildenden Schulen hergestellt wurden.

Auch im Jubiläumsschuljahr 2005/2006 liegt die Schülerzahl zwischen 620 und 630 Schülerinnen und Schülern, die in 25 Klassen von 40 Lehrkräften unterrichtet werden.

Der Schuljahresbeginn steht ganz im Zeichen des 150-jährigen Schuljubiläums. Zunächst erscheint das Jubiläumsheft, das sich in der Schülerschaft und bei Ehemaligen gut verkauft und auf positive Resonanz stößt.

Die eigentliche Jubiläumswoche findet Ende September statt und beginnt mit einer Projektwoche aller Klassen zum Thema Schule- früher, heute und morgen. Die Ausstellungen und Vorführungen der Schüler finden großes Interesse bei den Eltern. Zu unserer Feierstunde kommen zahlreiche Gäste anderer Schulen und aus der Stader Öffentlichkeit.

Die Festrede hält Ministerialrat Hartmut Hohnschopp, der im Kultusministerium für die Schulform Realschule zuständig ist. Im Rahmen der Festwoche finden außerdem noch ein Tag der offenen Tür, eine Schülerdisco und ein Kollegiumsfest statt.

Im Schuljahr 2006/2007 werden erstmals zentrale schriftliche Prüfung für die 10.Klassen in den Fächern Deutsch Mathematik und Englisch durchgeführt. Der Schulleiter Rolf Hartmann erkrankt im Sommer und wird schließlich zur Hälfte des nächsten Schuljahres 2007/2008 in den Ruhestand verabschiedet.

Mit Beginn des neuen Schuljahres treten in den niedersächsischen Schulen weitgehende Änderungen in Kraft. Die neue „eigenverantwortliche Schule“ stärkt die Stellung des Schulleiters, der zusammen mit dem Schulvorstand die Geschicke der Schule leitet.

Im neuen Schulvorstand unserer Schule sind neben der Schulleiterin (zu Beginn des Schuljahres Ute Bruns als kommissarische Schulleiterin) die 2. Konrektorin Ulrike Kropp-Czichy sowie Kollegen und Kolleginnen und Elternvertreter.

Die Mitwirkungsmöglichkeiten der Gesamtkonferenz wird beschnitten.

Ute Bruns bewirbt sich um die Stelle als Schulleiterin unserer Schule und wird am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien (21.12.2007) zur neuen Schulleiterin bestellt.

Durch Platzmangel in den Gymnasien und zurückgehende Schülerzahlen in den Hauptschulen wird die Verteilung der Schüler auf die Schulstandorte in Stade neu diskutiert.

Kurze Zeit gibt es einen Vorschlag des Schulträgers, die Schüler der Hauptschule Thuner Straße mit in unser Schule unterzubringen. Durch starke Proteste von vielen Seiten wird dieser Plan begraben.

Von allen Plänen bleibt die Einführung einer Gesamtschule. Sie wird mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 die Haupt und Realschule am Hohenwedel ablösen .

Kurz nach Beginn des Schuljahres 2008/2009 wird Volker von Loh neuer erster Konrektor. Somit ist die Schulleitung wieder vollständig, und die ca. 600 Schüler und Schülerinnen sowie ungefähr 40 Lehrerinnen und Lehrer können nach einiger Zeit des Umbruchs und der Unsicherheit wieder mit Optimismus in die Zukunft blicken.

Größere bauliche Sanierungsmaßnahmen sowie Modernisierungen im technischen Bereich werden dazu den äußeren Rahmen bilden.

Jürgen Mennecke