
Camper Höhe: Schulanbau nimmt Form an
Von Lars Strüning
STADE. Über dem Erweiterungsbau der Realschule Camper
Höhe weht der Richtkranz. Am Donnerstag wurde Richtfest gefeiert
mit Schülern, Eltern, Lehrern, Handwerkern und Mitarbeitern der
Stadt als Vertretern des Bauherren.
Über dem Erweiterungsbau der Realschule Camper Höhe weht der
Richtkranz. Am gestrigen Donnerstag wurde Richtfest gefeiert mit
Schülern, Eltern, Lehrern, Handwerkern und Mitarbeitern der
Stadt als Vertretern des Bauherren.
Die Vorfreude ist Schulleiter Volker von Loh deutlich
anzumerken. Zum Schuljahr 2019/2020, also in knapp einem Jahr,
können die Schüler den Neubau bevölkern. Sie ziehen vom C-Trakt
nach nebenan. Der alte Teil kann dann saniert werden, nachdem
schon Trakt A und B modernisiert wurden – unter erheblichem
Aufwand. Von Loh sprach das deutlich an.
Es gebe Jahrgänge, die ihre Schule nur als Baustelle kennen.
Seit zehn Jahren gehen hier die Handwerker ein und aus. Lärm,
Dreck und Provisorien kennzeichnen den Alltag. Starke Nerven für
alle Beteiligten sind gefragt. Von Loh sprach von einer
Zumutung, von Unmut und einer Mammutaufgabe.
Die Stadt brauche Schulraum, weil sie wachse, sagte der
Schulleiter, der auch im Rat sitzt. Die Realschule sei nach wie
vor sehr gefragt. Die auf der Camper Höhe ist die letzte ihrer
Art im Stadtgebiet und eine der letzten im Landkreis. Mit 800
Schülern gehöre sie zu den größten in Niedersachsen.
Klassenzimmer 70 Quadratmeter groß
Wenn der Anbau bezogen wird, ist viel Platz in den extra
breiten Fluren für differenzierten Unterricht, für die Arbeit in
Kleingruppen. Die Klassenzimmer sind 70 Quadratmeter groß. Wenn
dann noch Mensa, C-Trakt und Schulhof picobello sind, sollte die
Mammutaufgabe geschafft sein. Von Loh nach seinen Erfahrungen
der vergangenen Jahre: „Ich werde mich hüten, dafür heute eine
konkrete Jahreszahl zu nennen.“
Bürgermeisterin Silvia Nieber kennt das Dilemma der Schule
und erinnerte an die vielen unangenehmen Überraschungen während
der Sanierungsphase im laufenden Betrieb. Auf zwei Ebenen werden
jetzt knapp 1700 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen für die
zwölf zusätzlichen Unterrichtsräume. Ein Aufzug wird gebaut, auf
dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage installiert. Der
Sonnenschutz zur Südseite wird mit farbigen Schiebeläden
gewährleistet, auch nach außen wird die neue Schule dann ganz
anders wirken. Der Neubau wird über eine Brücke mit dem alten
Gebäude verbunden – auf schrägen Betonstützen und mit gläserner
Fassade. |