 Telefonzellen-Literatur an der Straßenecke

Ayleen
Brüdgam, Ayyüce Kosar und Leon Emmerich (von links), Mitglieder
der Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung der Realschule Camper
Höhe, finden die Büchertausch-Börse „richtig cool“ - Foto
Walthart
STADE. Zwei Bücher-Tauschbörsen in Stade sollen Bewohner
jedes Alters zum Lesen anregen.
Auf den ersten Blick wird klar: Um eine herkömmliche
Telefonzelle handelt es sich nicht. Ganz grün und bis oben
gefüllt mit Büchern jeglicher Art fällt das Telefonhäuschen in
Campe ziemlich aus der Reihe.
„Bücher-Tauschbörse“ nennen sich die ausrangierten
Telefonzellen, die von der Stadt Stade mit neuem Innenleben
ausgestattet wurden. Seit drei Wochen können sich Anwohner des
Landkreises Lesestoff ausleihen, ohne in die Bibliothek fahren
zu müssen.
Jung und Alt kann sich hier mit Literatur versorgen. Das
System der Bücher-Telefonzellen beruht auf Vertrauensbasis. Wer
ein Buch ausleiht, stellt im Gegenzug ein eigenes Buch für
andere zur Verfügung. Diese Methode zeigt Erfolg: Aus anfänglich
30 Büchern wurden in Campe bereits mehr als 100 Schmöker.
Alle paar Tage schaut ein Mitglied der Schülerzeitungs-AG der
Realschule Camper Höhe nach dem Rechten. Nach diesem Prinzip
sollen sich Hauptschüler aus der Thuner Straße um die zweite
Büchertauschbörse im Kopenkamp kümmern.
Die Bücher aus dem Telefonhäuschen sollen das schöne Hobby
Lesen nicht ganz untergehen lassen und an das gute, alte
Taschenbuch erinnern, sagt Lona Hollander von der Stadt Stade.
Und wenn sich das Projekt weiterhin so positiv entwickelt,
sollen bald noch mehr Telefonzellen der etwas anderen Art zum
Lesen animieren. (pw)
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17.11.2014 06:45
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