Die Bildungsinitiative „Das andere Leben“ in Niedersachsen


In Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium

Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Camper Höhe beteiligten sich am 14.05.2012 an einer Vorlesung über das Thema „Nationalsozialismus“. Dies war durch den Botschafter Jakob Odinius möglich, der uns über das Leben, die Ereignisse und die Folgen der Zeiten des Nationalsozialismus aus der Sicht des  Initiators Solly Ganor berichtete.

Jakob Odinius las aus dem ins Deutsche übersetzte  Buch „Das andere Leben“ vor.

Hier wird von dem damaligen 13-jährigen Juden Solly Ganor erzählt, der 50 Jahre ums Überleben kämpfen musste.  Er erlebte, was es bedeutete, wenn die Nationalsozialisten die Menschen durch Arbeit vernichteten. Nach der Auflösung des Ghettos im Jahr 1944 wurde er zunächst ins Lager Stutthof deportiert. Nach Deportation ins  Konzentrationslager Dachau, wurde er mit noch lebenden Häftlingen auf einem Todesmarsch in Richtung Alpen getrieben. Erfreulicherweise kamen amerikanische Soldaten dazu, die die Häftlinge befreiten.

Nachdem deutsche Truppen das damals sowjetisch kontrollierte Litauen besetzt hatten, errichteten die Nationalsozialisten im Sommer 1941 in der litauischen Stadt Kaunas das Konzentrationslager (KZ) Kauen aus dem Ghetto Kauen, das acht Außenlager hatte und vom 15.09.1943 bis zum 14.07.1944 existierte.

1941 bis 1944 war Kaunas von der Wehrmacht besetzt und wurde unter der Bezeichnung „Generalbezirk Litauen, Reichskommissariat Ostland“ als eine Verwaltungseinheit des Großdeutschen Reiches geführt.

Im Herbst 1943 wurden alle Ghettos im „Reichskommissariat Ostland“  von den SS-Einheiten auf Befehl von Heinrich Himmlers aufgelöst.

Es fand eine Deportation von Juden aus ganz Deutschland zwischen dem 18.06.1944 und dem 09.03.1945 in elf Lager des KZ-Kommandos Kaufering statt mit dem Ziel, sie  beim Rüstungsprojekt Ringeltaube einzusetzen.In 3 gigantischen unterirdischen Bunkern sollte die Flugzeugproduktion des Düsenstrahljägers Messerschmitt Me 262 im Frauenwald in Landsberg durchgeführt wrden. Es wurden nach offiziellen Schätzungen mindestens 14.500 Menschen in nur 10 Monaten ermordet.

 
 

Der amerikanische Captain John Paul Jones entdeckte bei der Bergung eines beschädigten Panzers das brennende KZ-Lager Kaufering IV. Die amerikanischen Soldaten sahen verkohlte Leichen von KZ-Häftlingen überall auf dem Gelände verstreut.  Nach dem die amerikanischen Soldaten dieses Entsetzen mit einem Fotoapparat dokumentiert hatten, wurde auf Anordnung des US-Oberst Edward Seiler ein siebenminütiger Dokumentarfilm erstellt.

So begannen 250 Bürger zwischen 16 und 70 Jahren an, die Toten mit bloßen Händen zusammenzutragen und zu bestatten.

Mehr dazu finden Sie unter  www.die-bildungsinitiative.de

Nihan Adlim, Klasse 9c