
DFB unterstützt die Schule
Realschule Camper Höhe in Stade und Deutscher
Fußballbund
kooperieren - 45 Schüler in der AG
STADE. Die Realschule Camper
Höhe in Stade und der Deutsche Fußballbund (DFB) haben
in dieser Woche eine Kooperation unterschrieben. Die
Realschule ist damit die sechste DFB-Schule im Landkreis
Stade. Der DFB unterstützt bei diesem Projekt eine ins
Leben gerufene Schul-AG.
Von
den 630 Kindern und Jugendlichen, die die Realschule
Camper Höhe in Stade besuchen, saßen die meisten auf dem
Boden der Sporthalle und lauschten Bernhard Augustin,
der für den DFB in Nordost Niedersachsen die Arbeit der
Fußball-Stützpunkte koordiniert. Seit dem katastrophalen
Abschneiden der Fußballnationalmannschaft bei der
Europameisterschaft im Jahr 2000 habe der DFB 45
Millionen Euro in die Hand genommen, um die 390
Fußballstützpunkte zu etablieren und um die
Kooperationen mit den Schulen zu initiieren. Jedes Jahr
gibt der DFB acht Millionen Euro aus. Jährlich sichten
die Trainer 600 000 Talente in den Schulen und den
Vereinen. Weil der DFB dieses engmaschige Netz gespannt
hat, falle nahezu jedes Talent irgendwann auf.
"Wir sichern dem DFB die Schul-AG zu", sagt Schulleiter
Volker von Loh. Viele Talente sollen in seiner Schule
entdeckt werden. Einige hat die Realschule bereits
hervorgebracht. Aktuell kicken mit Marnon Busch und Timo
von Holt zwei Hoffnungsträger für Werder Bremen.
Ein Philipp Bargfrede (Werder) oder Dennis Aogo
(Hamburger SV) haben es über ähnliche Wege in die
Bundesliga geschafft. "Durch die Arbeit an den
Stützpunkten und in den Schulen haben wir in Deutschland
großen Erfolg", sagt Augustin.
In der Fußball-AG der Realschule Camper Höhe meldeten
sich spontan 45 Jungen und Mädchen an. Lehrer und
Trainer Sönke Kreibich, der in der Fußball-Kreisliga für
den Deinster SV verantwortlich ist, wird die AG
koordinieren. Kreibich hat in der Vergangenheit
erfolgreiche Schulmannschaften hervorgebracht. Im
vergangenen Jahr qualifizierte sich die Mannschaft für
den Bezirksentscheid bei "Jugend trainiert für Olympia".
Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber outete sich während
der Veranstaltung als Ehefrau eines Hannover 96-Fans und
erntete damit Buh-Rufe. Ein Schmunzeln huschte über ihr
Gesicht. Sie begrüßte die Zusammenarbeit mit dem DFB und
erklärte, dass es unwichtig sei, wie sich Kinder
sportlich betätigen, Hauptsache sie bewegten sich.
(db) Schulleiter Volker von Loh unterschreibt die
Kooperation mit dem Deutschen Fußballbund.
22.02.2012 |