Methodentag der Klasse 9a


Jessica Trumpa: Am 08. Oktober 2010 fand der Methodentag an unserer Schule statt und das Thema des neunten Jahrgangs lautete Bewerbungsgespräche führen.

 

Bevor es mit den Bewerbungsgesprächen losging, trafen wir uns pünktlich zum Schulbeginn in dem Computerraum im C-Trakt. Jeder von uns setzte sich alleine an einen Computer und bekam einen PIN-Code für die SEIS-Befragung im Internet, in der es um Fragen über die Schule, die Lernförderung und die Selbsteinschätzung ging.

 


   SEIS-Auswertung im Computerraum

Die Fragen sahen ungefähr so aus:

 

„Kannst du dir selbst gut Ziele setzen, um dich zu verbessern?“

„Hat diese Schule im Ort / in der Region einen guten Ruf?“

„Wenn Schüler Hilfe in einem bestimmten Unterrichtsfach brauchen, erhalten sie von der Schule hilfreiche Anregungen, um sich zu verbessern?“

Hinter diesen Fragen waren fünf Kästchen zum Ankreuzen. Über diesen Kästchen stand:

- Stimme völlig zu

- Stimme eher zu

- Stimme eher nicht zu

- Stimme gar nicht zu

- Weiß nicht

 

Je nachdem, wie die eigene Meinung ausfiel, musste man das entsprechende Kästchen ankreuzen. Zur Beantwortung der Fragen hatte die gesamte Klasse 30 Minuten Zeit, dann musste auch der letzte Schüler fertig sein.


Lina Anzupow: In der dritten Stunde begann Herr Stoldt von der Firma Concordia Versicherungen, mit den Schülern Bewerbungsgespräche zu üben. Den Betrieb gibt es seit über 40 Jahren und eine kleine Zweigstelle befindet sich in der Teichstraße 41 in Stade, jedoch ist der Hauptsitz in Hannover. Concordia kümmert sich um Rechtsschutz, Unfallversicherungen, Lebensversicherungen, Altersvorsorgen, Haftpflichtversicherungen und sämtliche Belange rund um das Versicherungswesen.

 


Herr Stoldt von der Concordia Versicherung    

Die Schüler sollten sich vor dem Methodentag über den Betrieb informieren und eine Bewerbung schreiben, die sich Herr Stoldt gemeinsam mit Herrn Scheliga, unserem Klassenlehrer, angeguckt hat. Als Herr Stoldt eintraf, bildeten die Schüler einen Stuhlkreis und der Leiter des Versicherungsbüros setzte sich mit einem der Schüler in die Mitte. Während des Bewerbungsgesprächs mussten die anderen Schüler bewerten, wie sich der Bewerber verhalten hat.

 

Der erste Bewerber war Jascha. Er hat laut und deutlich geredet und bekam positives Feedback, da er alle Antworten auf die Fragen von Herrn Stoldt wusste. Er wäre als einziger Schüler von Herrn Stoldt eingestellt worden. Jedoch hatte Jaschas Hobby, das Xbox-Spielen, einen eher negativen Einfluss auf das Resultat des Gesprächs.

 

Als nächstes kam Alina dran. Sie wusste ebenfalls viel über den Betrieb und hat als einzige Schülerin Gegenfragen an Herrn Stoldt gestellt. Durch ihr Interesse gewann sie einen Pluspunkt, doch ihr eher ruhiges und zurückhaltendes Auftreten sowie ihre leise Stimme gaben Anlass zur Kritik.

 


   Lina und Sarah schwitzen ebenso

 

Die letzte Bewerberin war Sally. Sie hat es sich besonders schwer gemacht durch ihre schüchterne Art und eine eher ungenügende Vorbereitung. Sie wusste nicht viel über die Firma und hat auch wenig Interesse gezeigt.

 

Für das Praktikum, das im April ansteht, und für die zukünftige Ausbildung, die nach der 10. Klasse auf uns wartet, war das eine gute Übung.

 

Ich denke, dass so eine Erfahrung einigen Schülern geholfen hat, um zu sehen, dass so ein Vorstellungsgespräch gar nicht so einfach ist. Durch leises und undeutliches Reden machten es sich die Schüler besonders schwer. Man sollte auf Fragen gut vorbereitet sein, indem man sich gut über den Betrieb informiert. Denn dadurch sehen die Betriebe, dass man auch Interesse am Beruf hat.

 

Es war eine positive Erfahrung, die uns unser Klassenlehrer, Herr Scheliga, geboten hat.

 


 

Jascha Schwartau: Am Methodentag der Klasse 9a bekamen wir ebenso Besuch von zwei Mitarbeitern der Firma NDB (Norddeutscher Blitzschutzbau): zum einen von Frau Heinrich und zum anderen von Herrn Sahlke, dem Ausbildungsleiter der Firma.

 


   Frau Heinrich und Herr Sahlke von der Firma NDB

Die Firma NDB gibt es schon seit über 50 Jahren. NDB hat vier Standorte in Europa und gibt damit 400 Mitarbeitern Arbeit. Als Frau Heinrich und Herr Sahlke in die Klasse kamen, waren sie sehr freundlich, haben etwas über ihre Firma erzählt sowie uns darüber informiert, was sie mit uns vorhaben.

 

Zum einen brachten sie einen im Umfang auf rund 20 Minuten „abgespeckten“ Einstellungstest mit, damit wir Schüler wissen, was auf uns zukommt, wenn wir später einen Einstellungstest schreiben müssen.

 

Netterweise korrigierten Frau Heinrich und Herr Sahlke unsere Tests gleich während der großen Pause. Die höchste Punktzahl erreichte Alina, sie war sehr überrascht von diesem Ergebnis.

 

 Viele Schüler haben sich aber überschätzt und waren enttäuscht von ihrer Leistung. Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass laut Herrn Sahlke die meisten in der Klasse so gut abschnitten, dass sie von NDB zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden wären.

 


Lisa und Sarah beim Einstellungstest   

Von einigen meiner Mitschüler wurden nun die mitgebrachten Bewerbungsmappen eingesammelt und überprüft. Zum anderen haben wir nämlich noch Vorstellungsgespräche geübt, allerdings war zu merken, dass hier bei vielen Schülern nach den Gesprächen mit Herrn Stoldt und dem Einstellungstest die Luft bereits raus war.

 

Mir persönlich hat besonders der Einstellungstest viel gebracht, und ich glaube nicht nur mir, da wir jetzt wissen, in welchen Bewerbungsbereichen noch Nachholbedarf besteht und in welchen nicht mehr.

 


 

Max Pahl: Mein Fazit zum Methodentag ist, dass er bei wohl jedem einen positiven Eindruck hinterlassen hat, da jeder etwas davon hatte. Zum einen fand ich es gut, dass Herr Stoldt von der Concordia Versicherung sowie Frau Heinrich und Herr Sahlke von NDB erschienen sind, um mit uns am Vormittag für die anstehenden Bewerbergespräche und Einstellungstests zu trainieren.

 

Wir haben dadurch einen Eindruck bekommen, was es für ein Gefühl ist, wenn man bei einem Vorstellungsgespräch befragt wird. Ich glaube auch, dass jedem Schüler die Angst vor einem Vorstellungsgespräch ein bisschen genommen wurde.

 

Zum anderen haben wir auch gesehen, wie ein Einstellungstest aussehen könnte und wo wir unsere Defizite haben. Auch wenn es ein anstrengender Methodentag war, hat es sich doch für alle gelohnt.

 

Aus diesem Grund möchten wir noch einmal Frau Heinrich, Herrn Sahlke und Herrn Stoldt für ihr Engagement danken.

 

Die Klasse 9a